Google-Algorithmen

Google-Algorithmen sind keine Google-Strafen

Beide bestimmen zwar den Rang der Webseiten, aber es ist wichtig, die Unterschiede zu verstehen, bevor sie auf sinnvolle Weise beeinflusst werden können.

Die SEO-Branche bezeichnet „Google Algorithmic Penalties“ oftmals als Schlagwort für Webseiten, welche die Erwartungen in der Google-Suche nicht erfüllen. Der verwendete Begriff ist aber grundsätzlich falsch, da es keine algorithmischen Strafen für Google gibt. Es gibt natürlich Google-Strafen, die Google offiziell und beschönigend als manuelle Spam-Aktionen bezeichnet. Und es gibt Google-Algorithmen und Algorithmus-Updates. Es ist aber wichtig zu verstehen, dass es sich um komplett unterschiedliche Dinge handelt, bevor sie auf sinnvolle Weise beeinflusst werden können.

Algorithmen sind (Re-) Berechnungen

Google stützt sich weitgehend auf Algorithmen. In Bezug auf SEO werden allerdings nur sehr wenige dieser Algorithmen von Google offiziell auch bestätigt. Google Panda, das sich auf die Qualität von On-Page-Inhalten konzentriert, und Google Penguin, das unter Berücksichtigung von Off-Page-Signalen entwickelt wurde, sind wahrscheinlich die beiden am häufigsten genannten und auch gefürchteten Algorithmen. Es gibt zwar einige weitere Algorithmen oder Aktualisierungen vorhandener Algorithmen. Aber es ist wichtig, dass es sich dabei um die wenigen benannten Instanzen im Vergleich zu den unzähligen Algorithmen handelt, die zu einem bestimmten Zeitpunkt verwendet werden, und dass Hunderte von Aktualisierungen im Laufe des Jahres veröffentlicht werden. Tatsächlich gibt es im Durchschnitt jeden Tag mehrere solcher Veröffentlichungen, und zwar Haupt- oder Nebenversionen.

Die SEO-Branche, geschweige denn die Öffentlichkeit, nimmt diese Änderungen nur selten zur Kenntnis. Der Prozess der Freigabe ist verständlicherweise ein streng gehütetes Google-Geheimnis. Während neue Algorithmen selten von Anfang an vollkommen sind, entwickeln sie sich weiter. SEOs und Vermarkter müssen aber wissen, dass Algorithmen nach ihrer Definition keine Ausnahmen zulassen. Google hat stets die Existenz von White- oder Black-Lists jeglicher Art bestritten. Sie existieren einfach nicht.

Webseiten sind von Algorithmen betroffen, wenn ihre On- und Off-Page-Signale bestimmte Schwellenwerte erreichen. Weder statische Werte noch freie Informationen. Deshalb ist es nicht möglich, mit vollkommener Sicherheit zu bestätigen, dass eine bestimmte Seite von einem bestimmten Algorithmus oder einer Reihe von Algorithmen betroffen war oder nicht betroffen war, Und zwar wenn bestimmte Ereignisse wie offiziell bestätigte Aktualisierungen nicht mit plötzlichen Einbrüchen beim Ranking der Webseite in Beziehung gesetzt wurden. Anders als bei manuellen Strafen gibt Google nicht bekannt, wann und wie eine Webseite von Algorithmen betroffen ist. Das bedeutet aber nicht, dass die Auswirkung eines Algorithmus nicht auf Wunsch beeinflusst werden kann. Das funktioniert! Aktuelle, genaue und umfassende Crawling-Daten sowohl auf als auch außerhalb der Seite sind erforderlich, um zu verstehen und auszuwerten, welche Signale von Google erfasst werden. Dieses Ziel kann nur durch eine Prüfung des Standortes erreicht werden. Am besten wenden Sie eine Vielzahl von Tools und Datenquellen an, einschließlich der Informationen, die Google über die Google Search Console weitergibt. Im besten Fall werden auch Protokolle von Servern verwendet, die einen längeren und kürzeren Zeitraum abdecken, um die Ergebnisse entsprechend zu überprüfen.

Der letzte Schritt ist ebenfalls wesentlich, um eine entscheidende Frage zu beantworten: Wie lange Zeit benötigt es, bis Google die neuen, verbesserten Signale erfasst, bevor sich das Ranking einer Webseite wieder verbessert? Diese zentrale Frage kann für jede Webseite nur individuell beantwortet werden und hängt in erster Linie davon ab, wie oft und gründlich eine Webseite gecrawlt und indiziert wird. Kleinere Webseiten und Webseiten, die ihr Crawling-Budget aktiv verwalten, profitieren üblicherweise schneller. Große, umständliche Webseiten mit einem hohen Durchforstungsbudget verschwenden Priorisierungssignale für die Durchforstung und es kann Monate oder sogar Jahre dauern, bevor sie erneut durchforstet werden.

Wenn Algorithmen versagen

Im besten Fall würden Google-Algorithmen 100% der Verstöße gegen die Richtlinien für Google Webmaster erkennen und filtern. Aber sie tun es nicht. Die Suche ist eine umständliche Angelegenheit, und bisher war niemand dazu in der Lage, einen Algorithmus zu entwickeln, der dem menschlichen Einfallsreichtum nicht nachsteht. Trotz umfangreicher Anstrengungen zur algorithmischen Bekämpfung von Spam können Webseiten immer noch Abstriche machen und Regeln umgehen um ihre Konkurrenten zu übertreffen. Das ist der Hauptgrund für Google-Strafen, auch als manuelle Spam-Aktionen bekannt. Mit diesen manuellen Eingriffen und dem gelegentlichen Bericht über den Webspam-Vorgang hält Google Spam-Webseiten seit vielen Jahren in Schach.

Es gibt zahlreiche Gründe, weshalb Webseiten von Google bestraft werden. Im Ultimate Google Penalty Guide wird das Problem ausführlich erklärt. Beim Vergleich von manuellen Strafen mit Algorithmen können sie ähnliche Auswirkungen haben. Aus SEO-Sicht gibt es aber einige wichtige Unterschiede. Zu Beginn verursachen manuelle Strafen eine Meldung in GSC, die das erkannte Problem entsprechend hervorhebt. Google liefert nicht nur transparente Informationen zu der Art des festgestellten Verstoßes, sondern gibt auch oftmals Hinweise, wie das Problem behoben werden kann. Mit anderen Worten, es gibt Gewissheit, wenn es um manuelle Strafen geht. Wenn eine Webseite bestraft wird, kann der Websitebesitzer ihren aktuellen Status leicht herausfinden.

Ein weiterer wesentlicher Unterschied ist, dass bei manuellen Strafen üblicherweise eine Zeitüberschreitung auftritt. Google hat niemals bekannt gegeben, wie lange es dauert, bis manuelle Strafen entfernt werden, abgesehen von der sporadischen und kryptischen Feststellung, dass es sehr lange dauert. Das Aussetzen manueller Strafen ist nicht sinnvoll, insbesondere wegen der negativen Auswirkungen auf Webseiten, welche die Sichtbarkeit der Google-Suche beeinträchtigen.

Ein zusätzlicher Unterschied beim Vergleich der Auswirkungen von Algorithmen besteht darin, dass die Google-Strafen im Gegensatz zu Algorithmen nicht darauf warten müssen, dass die Webseite wieder gecrawlt wird, bevor sich das Ranking wieder verbessern kann. Stattdessen kann der Webseitenbesitzer Google speziell auffordern, die Strafe durch einen zugeordneten Prozess wieder aufzuheben. Ähnlich wie bei der Nichtoffenlegung des spezifischen Zeitraums einer Strafe gibt Google keinerlei Hinweise auf die voraussichtliche Verarbeitungszeit von Überprüfungsanfragen. Dies ist ein händisch durchgeführter und sehr arbeitsintensiver Prozess, bei dem Mitarbeiter der Google-Suche die übermittelten Informationen bewerten. Erfahrungsgemäß ist ein Zeitraum von mehreren Stunden bis zu mehreren Wochen und länger durchaus möglich.

Ähnlich wie bei der Untersuchung von Signalen, die Algorithmen auslösen können, erfolgt die erste Arbeit beim Lösen manueller Strafen durch Crawlen der Webseite, der Backlinks und der Untersuchung dieser Signale.

Algorithmen und Strafen

Es ist wichtig zu wissen, dass sowohl Algorithmen als auch Strafen gleichzeitig eine Webseite beeinflussen können. Die Triggersignale können sich sogar überlappen. Algorithmen und Strafen sind für den Zustand einer Webseite, die Transparenz bei der Suche und schlussendlich den wirtschaftlichen Erfolg relevante Faktoren, die verwaltet werden müssen. Deshalb sind regelmäßige technische Überprüfungen und Überprüfungen der Einhaltung der Richtlinien für Google Webmaster ein Muss. Von Zeit zu Zeit aktualisiert Google die Richtlinien für Webmaster, oft ohne großes Tamtam, um die sich ändernden Realitäten des heutigen Webs besser widerzuspiegeln. Deshalb sollten regelmäßige Audits Teil der eingehenden Prüfung eines Unternehmens sein.

Weder Algorithmen noch Strafen sind ein Grund zur Sorge. Das Erleben eines plötzlichen, unerwarteten Abbruchs der Suche kann eine Gelegenheit sein, alles wieder sauber zu machen. Sobald der Schock abgeklungen ist, besteht die Möglichkeit, die Sichtbarkeit der Google-Suche und die Klickrate zu erhöhen, weit über das hinaus, was zuvor als respektable Ergebnisse angesehen wurde.

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